ROSA WORLD WIDE
Wie alles begann:

Als jugendliche las ich das Buch von Antoine de St. Exupéry. Ich erinnere mich sehr gut, dass ich damals dachte „irgendwann werde ich durch die Sahara wandern". Als ich dann im TV noch eine Reportage von Manu Dayak und das Leben in der Wüste gesehen habe, verstärkte das meine Sehnsucht nach Wind, Sand und Sternen. Dann war es plötzlich soweit und ein alter Traum erfüllte sich:                   

1999 reiste ich das erste Mal mit einer Freundin und deren Bekannten zu der ehemaligen Nomadenfamilie Razgui nach Südmarokko. Die Familie zählt ca 20 Mitglieder. Wir durften die Gastfreundschaft im Wohnhaus der Familie und dann auch ein Saharatrekking vollumfänglich geniessen. Damals lebte Familie Razgui sehr einfach. Sie waren von finanziellen Sorgen geplagt. Durch die willkürliche Grenzziehung in der Sahara wurde dem Nomadenleben und somit einem geregelten Einkommen ein Ende gesetzt.

Ich war sehr glücklich auf dieser Reise durch die Sahara. Mir wurden Welten eröffnet, welche mich in meinem Innersten berührten. Als ich wieder zurück in der Schweiz war, teilte ich meine Begeisterung für die Unendlichkeit des Sternenhimmels, die wunderschönen Sonnen Auf- und Untergänge, das feine Essen, die Stille, etc. mit meinen Freunden. So organisierte ich im Jahr darauf eine kleine Expedition für Freunde. Wir wurden von Familie Razgui herzlich empfangen. Der Grundstein für die Saharatrekkings und somit ein besseres Einkommen für Familie Razgui war gelegt.

Seit dem Reise ich jedes Jahr zwischen November und März ein bis zwei Mal mit einer Reisegruppe in die Sahara zum Wandern. Das war der Beginn für ROSA WORLD WIDE Hilfsprojekte!

2005 gab es in meinem Leben eine grosse Veränderung. Nach einer intensiven, herausfordernden Zeit wusste ich: "Es ist Zeit zum Forwärts gehen". Ich traf damals die tibetische Sängerin Dechen Shak Dagsay in Zürich bei den Teachings seiner Heiligkeit des Dalai Lama. Dechen erzählte mir, dass es möglich sei, in die Klinik und das Klosters ihres Vaters zu reisen und dort als Volontärin zu arbeiten. Es verstrich etwas Zeit – der Gedanke an Tibet lies mich aber nicht mehr los. Als ich dann einen tiefen Traum von dem tibetischen Lehrer Kalu Rinpoche hatte, wusste ich: "Das ist ein Zeichen um nach Tibet zu reisen".

Durch Begegnungen mit tibetischen Familien und Nonnen entstanden neue Hilfsprojekte.

Im April 2012 reiste ich nach Sikkim in ein Kloster, welches auch als Kinderheim dient. Die 35 Kinder und jungen Mönche haben mein Herz im Sturm erobert.

So sind wir nun in der Sahara und in Sikkim tätig. Ich stehe hinter dem Namen ROSA WORLD WIDE. Aber ohne die Mithilfe meiner Familie, Freunde und Klienten wäre die Hilfsprojektarbeit neben meiner Arbeit in der Praxis in Giswil www.hm-gesundheitspraxis.ch nicht möglich – und so wird aus dem ICH ein WIR!

Mein herzlicher Dank geht an all jene, die mich grosszügig Unterstützen mit Gedanken, Worten und Taten – und mein Dank geht auch an all die Menschen in fernen Länder, die mir ihre Gastfreundschaft schenken und mir das Gefühl geben, ich sei zu Hause! Und dann sind da natürlich die Kinder im Kloster in Sikkim, die mir immer wieder ihr Vertrauen und ein herzliches Lachen schenken – das ist mein allergrösster Lohn!

 

Heidy Rosa Müller, Sikkim Juli 2012

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